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Kastration

Dreampudel
Sonntag 25 Jan 2026 · Lesezeit 2:30
Gerade gestern hat mich eine Nachricht erreicht, dass ein sieben Monate alter Junghund, die bei einer lieben Züchterfreundin geboren ist, kastriert worden ist. Das macht mich nicht nur fassungslos, mir fehlen auch die Worte.  Es ist nicht nur das junge Alter, sondern es zeigt mir auch mal wieder den leichtfertigen Umgang mit dem Thema Kastration auf.

Deshalb möchte ich meine Gedanken loswerden.

Bevor wir neues Leben auf die Reise schicken, machen wir uns sehr viele Gedanken.
Welcher Rüde ergänzt meine Hündin? Das die Gesundheitsuntersuchungen perfekt sein müssen steht ja außer Frage. Aber passen die beiden angedachten Elterntiere auch charakterlich zueinander? Können wir zu dem geplanten Zeitpunkt auch die optimale Aufzucht gewährleisten?

Wir sind unendlich glücklich und dankbar, wenn Welpen gesund und munter auf die Welt kommen und sich dann in ihrer Einzigartigkeit entwickeln.
Alles wird in der Welpenzeit hintenangestellt und wir bemühen uns die kleinen Vierbeiner bestmöglich aufs weitere Leben vorzubereiten.

Dann kommt der Tag, an dem wir unsere kleinen Wunder vertrauensvoll in die Hände ihrer neuen Besitzer legen.
Wir können nur anbieten mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, aber auf die weitere Entwicklung und gewisse Entscheidungen haben wir keinen Einfluss mehr.


Ich stelle immer wieder fest, dass mit dem Thema Kastration viel zu leichtfertig umgegangen wird.
Eine Kastration, ohne medizinische Indikation ist verboten.
Antworten wie ,,Der Tierarzt hat gesagt, oder der Hund hat gelitten, wenn Hündinnen in der Nachbarschaft läufig sind.
Meine Hündin war dies- oder das......." höre ich auch von Spaziergehfreunden
Die Frage, die sich doch jeder kritisch stellen sollte, ist doch viel mehr, wer leidet mehr????
Der Hund- oder sein Besitzer?????
Liegt wirklich eine eindeutige medizinische Indikation vor?????
Damit meine nicht eine eine Gebärmutterentzündung oder Hodenkrebs, ect.


Jedem sollte klar sein, dass eine Kastration keine Erziehungsdefizite löst. Und ich kann mir die Welt- oder in dem Fall meinen Hund- nicht so machen, wie es mir zu 100% gefällt. Eine Läufigkeit ist eine Läufigkeit, Pubertät ist nun mal die Zeit der Glitzerknete im Kopf. Rüden sind manchmal verliebt und Ohren sind auf Durchzug gestellt....
Der kleine niedliche Welpe kann auch irgendwann hormonell anstrengend werden.
Das ist bei Zweibeinern ja auch nicht anders und es gehört zum  Erwachsenwerden dazu.

Jeder, der mit dem Gedanken spielt seinem vierbeinigen Freund, eine Operation - damit verbunden eine Vollnarkose und einer Kastration, zu zumuten, sollte über die eigenen Beweggründe nachzudenken und die daraus resultierenden Folgen zu beachten..
Hierzu gibt es sehr aufschlussreiche Literatur und auch auf FB ist mir ein lesenswerter Artikel vor die Füße gefallen.

Ich danke fürs Lesen und hoffe ein bisschen zum Nachdenken angeregt zu haben.
Für unsere vierbeinigen Seelenfreunde, die nicht frei über sich entscheiden können uns aber vertrauen.







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